Supernova

Sucht man in Gimp nach einer Möglichkeit, schnell einen strahlenden Lichtpunkt in ein Bild einzufügen, so bietet sich die Funktion „Supernova“ an. Diese ähnelt einer Sternexplosion im All. Jedoch muss man nicht immer Sternenbilder darstellen, um diese Funktion zu benutzen.

Sie kann in alltägliche Bilder integriert werden, wenn ein Photo durchgängig einen düsteren Eindruck macht, und die Stimmung des Bildes aufgehellt werden soll. Die Supernova ähnelt dem Lichteffekt „Verlaufsaufhellung“. Jedoch sind die Einstellungsmöglichkeiten dieser Funktion sehr stark beschränkt.

Das Handling der Funktion
Aufgerufen wird die Funktion „Supernova“ durch das Menü „Filter“ > „Licht und Schatten“ > „Supernova“. Klickt man sich dementsprechend durch das Menü, so öffnet sich anschließend ein Dialogfenster zum Bearbeiten des Effektes bzw. Lichtfilters. Betrachtet man diese Funktion eingehend, so ergeben sich folgende Einstellungsmöglichkeiten im geöffneten Dialogfenster:

  • Farbe
  • Radius
  • Strahlen
  • Zufallsfarbton

Die Farbwahl
Die Auswahloption FARBE ermöglicht es dem Anwender die Lichterscheinung in eine bestimmte Farbe zu tauchen. D.h. die Farbe, die im Zusammenhang mit diesem Dialogfenster ausgewählt wird, entspricht der Grundfarbe der Supernova-Erscheinung. Möchte man starke Kontraste, so wählt man in dem Farbdialog eine Komplementäre oder die Farbe weiß, die zu jedem Farbton passend ist. Möchte man jedoch eine farbliche Annäherung an das Bild, das die Supernova ausleuchten soll, so kann man innerhalb des Farbeditors die Pipette anklicken. Diese befindet sich oberhalb des „OK“ Buttons und neben der „HTML-Notation“. Mittels der Pipette kann man einfach in das zu bearbeitende Bild hinein klicken und eine entsprechende Farbauswahl vornehmen.

Der Radius der Supernova
Der Radius der Supernova stellt lediglich die Größeneinstellung dar. Gewöhnlich wird der Kern der Supernova weiß ausgeleuchtet. D.h. je größer der Radius, desto größer der weiße Kern der Supernova. Die anschließenden Strahlen, die vom Zentrum wegstrahlen erscheinen dann in der ausgewählten Farbe. Der Radius lässt sich entweder mit der Maus und dem Regeler einstellen oder durch die Angabe der Größe in dem nummerischen Auswahlfeld. Bei größeren Radien erscheint um die Supernova noch ein kreisrunder Strahl. Bei kleineren Radien entfällt dieser.

Die Strahlendichte bestimmen
Unter der Einstellungsmöglichkeit der Strahlen wird es Anwender ermöglicht, zu bestimmen, mit welcher Anzahl an Strahlen die Supernova erstrahlen soll. Eine große Strahlenanzahl verfeinert die linienhafte Darstellung. D.h. es werden mehr Strahlen und somit Linien wiedergegeben. Ist die Anzahl der Strahlen gering, so werden große Flächen der Supernova in einer Farbe dargestellt. Welche Einstellung für das zu bearbeitende Bild von Vorteil ist,  muss jeder für sich selber ausprobieren. Nicht immer ist eine große Strahlendichte zu bevorzugen. Diese kann auch künstlich wirken. Zu wenige Strahlen jedoch können die Supernova nicht richtig zur Geltung kommen lassen.

Mit dem Zufallsfarbton den Effekt steigern
Zufallsfarbton ist die Einstellmöglichkeit, mit der man die gewünschte Farbe ergänzt. Das bedeutet, die Supernova wird zwar mit der vorgegebenen Farbwahl berechnet, jedoch um mindestens einen Farbton erweitert. Wie viele Farbtöne der Supernova zugeordnet werden sollen, hängt von der eingegebenen Zahl ab. Diese kann ebenfalls wie bei den anderen Einstellungen dieses Dialogfensters per Mausregler oder nummerischem Nummernfeld eingegeben werden.

Tipps zum Handling
Es ist von Vorteil, wenn man die Optionen „Vorschau“ und „Position anzeigen“ aktiviert. Diese erleichtern die Arbeit mit dem genauen Positionieren des Effektes im bearbeiteten Bild. Während die Vorschau einen Bildausriss mit der Supernova darstellt, wird durch das „Position anzeigen“ ein Bearbeitungskreuz sichtbar gemacht, dass man über die Bildfläche schieben kann, um die exakte Position für die Supernova zu finden. Von Vorteil ist auch auch die Zoomfunktion (Lupen neben dem Wort „Vorschau“ ) sowie die Navigationsfunktion (Kreuz mit Pfeilen zwischen Navigationsleisten) welche unterhalb des Bildes zu finden sind.

Hat man alle Einstellungen an der Supernova-Funktion vorgenommen, so werden diese lediglich mit einem „OK“ bestätigt. Anschließend wird die Supernova berechnet. Bei dem Zufallsfarbton kann es zu Farbabweichungen kommen. Entspricht der gewünschte Farbton nicht den eigenen Vorstellungen, so kann man den Effekt einfach rückgängig machen und anschließend wiederholen, sodann wird die Supernova evtl. Mit einem neuen Zufallsfarbton neu berechnet.

Sehr schön wirkt dieser Effekt im Hintergrund. Anschließend kann man ein Objekt über die Supernova legen. Dieses erstrahlt dann sozusagen im Lichte der Lichtexplosion.