Verlaufsaufhellung

Schöne Lichtreflexe ähnlich von Sternen oder weit entfernten Sonnen, findet man unter dem Menüpunkt „Verlaufsaufhellung“. Entweder kann man unter dieser Funktion Bilder mit Lichtreflexen versehen, oder aber auch Bilder erstellen, die fremde Galaxien und Welten darstellen. Auf den ersten Blick wirkt diese Filterfunktion von Gimp recht übersichtlich.

Für einfache Lichtspiele kann man auch diese voreingestellten Verlaufsaufhellungen benutzen. Wer jedoch tiefer in den Einstellungen der Verlaufsaufhellung stöbert, stellt jedoch fest, dass die Einstellungsmöglichkeiten weit umfassender sind, wie sie uns auf den ersten Blick erahnen lassen. Persönlich benutze ich diese Funktion, wenn ich Lichtpunkte in einem Foto setzten möchte. Speziell Fotos, die bei schlechtem Tageslicht aufgenommen wurden, können durch diesen Effekt etwas an Lichtstärke hinzugewinnen und dadurch freundlicher wirken. Im folgenden möchte ich die Auswahloptionen der Verlaufsaufhellung näher erörtern. Sowie die einzelnen Einstellungsmöglichkeiten darstellen.


Die Funktion „Verlaufsaufhellung“ findet sich unter Gimp in dem Menüpunkt „Filter“ > „Licht und Schatten“. Die vorangehende Abbildung stellt Ihnen den Aufruf der „Verlaufsaufhellung“ dar. Im Anschluss auf diesen Aufruf öffnet sich dem User ein Dialog zu den Einstellungen dieser Funktion. In diesem Dialog wird die Auswahl der Verlaufsaufhellung dargestellt. Diese Auswahl ermöglicht es die Art der Verlaufsaufhellung auszuwählen.
 

Gimp ermöglicht hier dem User sieben Auswahlmöglichkeiten. Dazu gehören:

  • Bright Star > helle, farbige Lichterscheinung
  • Classic > dezente Lichtpunkte
  • Default > Mischung aus Bright Star und Classic
  • Distant Sun > kleine, aber helle Lichtreflexe
  • Gflare 101 > dezente Lichterscheinung mit einer klar abgegrenzten Korona
  • Gflare 102 > dunklere, unauffällige Lichtdarstellung
  • Hidden Planet > großzügige Regenbogeeffekte

Neben diesen Auswahlmöglichkeiten gibt es noch den Dialog „Einstellungen“, der es ermöglicht die getroffene Auswahl genauer zu definieren. Das bedeutet, dass die Auswahl, die getroffen wurde näher spezifiziert werden kann. Hier finden sich folgende Einstellungsmöglichkeiten:

  • Mitte > Festlegung des Bildbereiches, in welchem der Effekt zu sehen sein soll.
  • Parameter > genaue Definition des Lichteffektes hierzu zählen:
    • Radius > Größe des Effektes
    • Drehung > ermöglicht es die Lichterscheinung zu wenden
    • Farbton-Verschiebung > Farbliche Einstellungsmöglichkeit
    • Vektorwinkel > Winkel des Lichteinfalles vorgeben
    • Verktorlänge > Länge des Lichteinfalles bestimmen
  • Adaptive Hochrechnung > in diesem Bereich der Einstellungsmöglichkeiten, wird es dem Anwender ermöglicht, die Verlaufsdarstellung mit dem Bild zu verrechnen.

Der Effekt ist bei 100 % der Auflösung kaum sichtbar. Betrachtet man jedoch die Adaptive Hochrechnung bei 200 % Bilddarstellung, so erkennt man, dass das Bild mit adaptiver Hochrechnung, so wird ersichtlich, dass Gimp an dieser Stelle versucht eine 3D Darstellung zu erzielen. Die Lichtreflexion geht in die Tiefendarstellung, während der Lichteffekt ohne adaptiver Hochrechnung verwischt wirkt und die Farbgebung in die Transparenz übergeht. Zu dieser Funktion gehören die Einstellmöglichkeiten Maximale Tiefe und der Schwellwert.

In dem Dialogfenster der Verlaufsdarstellung gibt es noch die Auswahlmöglichkeit „Bearbeiten“. Durch das Anklicken dieses Menüpunktes öffnet sich ein neues Dialogfenster. An dieser Stelle wird es Anwender erneut ermöglicht, auf die Lichterscheinung Einfluss zu nehmen. Denn der sogenannte  „Editor für Verlaufsaufhellungen“ enthält umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten.

Der Menüpunkt Allgemein stellt die übergeordnete Einstellungsmöglichkeit im Hinblick auf die Effektbearbeitung dar. Die weiteren Menüreiter wie Glühen, Strahlen und Sekundärlichtreflexe, nehmen gezielt auf auf die detaillierten Einstellungsmöglichkeiten Einfluss.

Unter dem Menüpunkt „Allgemein“ kann der Lichteffekt wie folgt bearbeitet werden:

Maloptionen für Glühen (Umgebungsstrahlung)
-  Deckkraft (Einstellung der Transparenz)
-  Malmodus (Art der Darstellung in Verbindung mit dem Bild)

Maloptionen für Strahlen (Kernstrahlen, Leuchten im Zentrum des Lichtgeschehens)
-  Deckkraft (Einstellung der Transparenz)
-  Malmodus (Art der Darstellung in Verbindung mit dem Bild)

Maloptionen für Sekunderlichtreflexe (Zusätzliche Lichterscheinung)
-  Deckkraft (Einstellung der Transparenz)
-  Malmodus (Art der Darstellung in Verbindung mit dem Bild)

Folgende Einstellungsoptionen wie Glühen, Strahlen und Sekundärlichtreflexe sind unter den weiteren Auswahlreitern verborgen. Im Großen und Ganzen ähneln sich deren Einstellungsmöglichkeiten. Lediglich die Details die auf die Spezielle Funktion der einzelnen Reiter abzielen unterscheiden sich von einander. Im Folgenden beziehe ich mich auf die Grundeinstellungen der drei Einstellungsoptionen von „Glühen“, „Strahlen“ und Sekundärlichtreflexe. Dazu zählt in allen drei Fällen der Einstellungspunkt Farbverläufe.

Der Auswahlpunkt „Strahlenförmiger Farbverlauf“ ist für alle drei Einstellungsoptionen durchgängig gleich. Es folgt die Einstellung „Winkliger Farbverlauf“ und „Umfangs-Farbverlauf“ beim Glühen und Strahlen. Sekundärlichtreflexe umfasst die Einstellung „Größenfaktor für Farbverläufe“ und „Wahrscheinlichkeitsverlauf“. Der Einstellungspunkt Farbverläufe stellt dem Anwender alle Farbverläufe zur Verfügung, die im Farbverlaufseditor verfügbar sind. Die drei Einstellungsmöglichkeiten unter Farbverläufe ermöglichen es die Darstellungsform der Lichterscheinung vollkommen zu verändern.

Unter Parameter wird es ermöglicht auf die Größe, Drehung, Farbtonentsprechung Einfluss zu nehmen. Lediglich unter der Einstellungsmöglichkeit zu Sekundärlichteffekte gibt es die Auswahl „Form der Sekundärlichtreflexe“. Diese können dem Kreis oder Polygon zugeordnet werden.

Unter dem Menüpuntk Auswahl gibt es noch die Möglichkeit „Neu“. Diese erlaubt es, neue Verlaufsaufhellungen zu definieren. Diese können nach eigenen Vorstellungen gestaltet und abgespeichert werden, ohne dass alte bzw. vorgegebene Effekte verändert werden. Zu erwähnen bleibt an dieser Stelle noch, dass sich der Effekt der Verlaufsaufhellung ändert, wenn man mehrmals  einen Effektnamen anklickt. Klickt man auf die Menüoption „Kopieren“ unter Auswahl der „Verlaufsaufhellung“, so kann man die Voreinstellungen eines bestimmten Lichteffektes kopieren, umbennen und anschließend nach eigenen Wünschen anpassen. Das „Löschen“ unter gleichnamiger Menüauswahl ermöglicht das Entfernen, von nicht mehr erwünschten Lichteffekten.

Aktiviert man die Automatische Vorschau im Menüfenster der Verlaufsaufhellung, so kann man den erzielten Lichteffekt jeder Zeit in seinem Bild erkennen.