Wird gemoggelt

Man hört es immer wieder in den Medien und sieht auch immer wieder mal die ' Vorher-Nachher' Bilder, kaum ein Star kommt heutzutage noch ohne Photoshop aus.

Sei es Heidi Klum, die sich verdächtig kurz nach ihren Schwangerschaften für den neuesten Wandkalender ablichten läßt oder Megan Fox die auf dem Plakat für ihren neuesten Blockbuster sehr künstlich wirkt. So gut wie jeder Star aus nahezu jeder Branche wird von seinem Management und seinen PR-Beratern per Photoshop und Co. geschönt und perfektioniert.

Auf der einen Seite ist das natürlich verständlich, noch nie war es so leicht wie heutzutage perfekt auszusehen (jedenfalls virtuell), da kann man schon mal leicht in Versuchung kommen sich am Computer verschönern zu lassen. Solange das nur im kleinen Rahmen geschieht um wie etwa im Fall von Cameron Diaz unschöne Pickel verschwinden zu lassen ist das Ganze ja verständlich, übertreibt man es jedoch, verliert die geschönte Person ziemlich an Glaubwürdigkeit. So wurde die amerikanische First Lady Michele Obama zum Gespött der Nation als das Titelbild des Good Housekeeping Magazins eine um Jahre jüngere und etliche Kilo leichtere Präsidentengattin zeigte als dies in der Realität der Fall ist. Im Fall Michele Obamas ging die Verschönerungsaktion gehörig daneben und sorgte eher für peinliche Schlagzeilen als für ein positives Feedback.

Die Möglichkeiten, die Photoshop heutzutage bietet, sind schier unbegrenzt so kann mithilfe des Programms aus einem Fotohintergrund mit Balkonpflanzen ganz einfach einen perfekten Palmenstrand generieren, kein Wunder das die Werberbranche schon lange auf die Software aus dem Hause Adobe schwört. Das zwingt andererseits aber auch den Kunden oder Verbraucher ganz genau hinzusehen um nicht einem Schwindel zu erliegen, sei es bei Werbekampagnen für Schönheitsprodukte, Urlaubsreisen oder auch im Wahlkampf, kaum ein Politiker lässt heutzutage noch ein unretouchiertes Foto von sich veröffentlichen. Dadurch verschwimmen natürlich die Grenzen zwischen Realität und Wirklichkeit, jedenfalls was Fotos betrifft.

Die Retouchierung von Filmen oder Fotos gibt es schon seitdem diese Medien noch in den Kinderschuhen steckten, schon Josef Stalin ließ unliebsame und in Ungnade gefallene Parteigenossen auf Fotos einfach verschwinden, doch was heutzutage mit Photoshop und Co möglich ist grenzt schon fast an Zauberei. Die Software wird längst nicht nur zur Verschönerung eingesetzt, so wurden beispielsweise Fälle von Mobbing bekannt indem die gemobbte Person per Photoshop entstellt wurde und das Foto dann im Internet verbreitet wurde. In Zeiten von Photoshop und ähnlichen Programmen sollte man also besser genauer hinsehen und nicht alles man sieht auch für die Wahrheit halten.

Tags: